Trotz niederschwelliger Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, fühlen sich immer mehr – vor allem junge Menschen –einsam. Banal ist das nicht, denn Einsamkeit ist ein Risikofaktor für körperliche und psychische Erkrankungen.
Einsamkeit als gesamtgesellschaftliches Problem sehen
Einsamkeit muss laut Friederich als gesamtgesellschaftliches Problem erkannt und auf verschiedenen Ebenen adressiert werden. Neben Informationskampagnen sollten auch kommunale Maßnahmen wie Begegnungsstätten und intergenerationale Wohnformen gefördert werden. Auf individueller Ebene sollte Einsamkeit in der Routineversorgung erfasst werden, um präventive Maßnahmen einleiten zu können: Ungünstige Muster in der Beziehungsgestaltung führen häufig zu Frust und unter anderem Kontaktabbrüchen, was die Einsamkeit verstärken kann. Das kann im Rahmen einer Psychotherapie bearbeitet werden
Hans-Christoph Friederich: „Vom Alleinsein zur Verbundenheit – Wege aus der Einsamkeit“,
Vorab-Online-Pressekonferenz zum Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, 6.3.2025DNP – Die Neurologie & Psychiatrie 2025; 26 (2)
PD Dr. Janosch Schobin, Universität Göttingen, im Interview: "Mehr junge Menschen vereinsamen."